Ein Lager ist kein Büro. Wer Ware lagert, hat konzentrierte Werte auf engem Raum – oft nachts und an Wochenenden unbewacht, oft mit wechselndem Personal und externen Dienstleistern, die regelmäßig Zugang brauchen. Das macht Logistikbetriebe zu bevorzugten Zielen für Einbruch und Diebstahl.
Das Ausmaß des Problems
Deutschland ist innerhalb Europas einer der Schwerpunkte für Frachtkriminalität. Laut der Transported Asset Protection Association (TAPA) entfielen in Vor-Corona-Jahren mehr als 30 Prozent aller europaweit gemeldeten Ladungsdiebstähle auf Deutschland – die Dunkelziffer liegt erfahrungsgemäß erheblich höher, weil viele Betriebe Schäden nicht melden, um Versicherungsprämien oder Reputationsschäden zu vermeiden. Der GDV weist für gewerbliche Einbrüche 2025 bundesweit Schäden von über 600 Millionen Euro aus – ein erheblicher Anteil davon entfällt auf Lager, Fabrikations- und Umschlagsbetriebe.
Die typischen Schwachstellen im Logistikbetrieb
- Tore und Laderampen: Großflächige Öffnungen, die tagsüber häufig genutzt werden und nachts oft unzureichend gesichert sind. Ein vergessenes offenes Tor reicht.
- Wechselndes Personal und externe Dienstleister: Staplerfahrer, Reinigungskräfte, Spediteure – viele Betriebe vergeben Dauerzugang, obwohl zeitlich begrenzte Berechtigungen ausreichen würden. Ausgeschiedene Mitarbeitende oder wechselnde Dienstleister mit weiterhin gültigen Zutrittsrechten sind ein unterschätztes Risiko.
- Hochwertige Teilbereiche ohne eigene Sicherung: Bereiche mit besonders wertvoller Ware (Elektronik, Pharma, Edelmetalle) sind häufig nicht separat gesichert, obwohl eine Zonierung den Schaden im Einbruchsfall erheblich begrenzen würde.
- Fehlende Videoverifikation: Alarmanlagen ohne Videoanbindung lösen bei einem Einbruch einen Alarm aus – aber ohne Bild dauert die Einordnung des Ereignisses durch die Leitstelle länger. Täter nutzen diese Zeit.
Was wirksamer Schutz im Lager konkret bedeutet
Effektive Lagersicherheit arbeitet in Schichten:
- Zutrittskontrolle mit Zeitsteuerung: Externe Dienstleister erhalten Zutritt nur in definierten Zeitfenstern – automatisch, ohne manuelle Verwaltung. Entzug bei Vertragsende erfolgt sofort per Software, kein Schlüsseltausch nötig.
- Zonenkonzept: Nicht jeder, der ins Lager darf, muss auch in den Hochwertraum. Elektronische Zutrittssteuerung setzt diese Differenzierung ohne bauliche Maßnahmen um.
- Einbruchmeldeanlage mit Videoverifikation: Im Alarm-Fall liefert die Kamera sofort ein verifizierbares Bild an die Leitstelle. Das unterscheidet einen Fehlalarm von einem echten Einbruch – und ermöglicht eine schnellere Polizeialarmierung.
- Lückenloser Audit-Trail: Wer war wann in welchem Bereich? Diese Frage lässt sich nach einem Diebstahl mit einem elektronischen Zutrittssystem sekundengenau beantworten – ein wichtiges Instrument für die Strafverfolgung und interne Aufklärung.
Unser Klartext für Logistikbetriebe
Wer denkt, sein Lager sei zu klein oder zu unbekannt, um ein lohnendes Ziel zu sein, liegt meistens falsch. Täter suchen den geringsten Widerstand – und ein schlecht gesichertes Lager mit hohem Warenbestand bietet genau das. Wir zeigen Ihnen, wo Ihre konkreten Schwachstellen liegen und was Sie mit welchem Budget schließen können. Ohne Überdimensionierung, ohne Pauschalkonzept.
Hinweis: Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
